1. Eltern suchen Betreuung
1.1. Eltern suchen Tages-Mutter
1.2. Eltern suchen Kinderfrau
1.3. Tagesmütter bieten Plätze
1.7. Eltern-FAQ
2. Tagesmutter kostenlos !
3. Bildung & Qualifizierung
5. Kooperationspartnerin werden
8. Einkaufen und erleben
9. Förderer & Inserenten
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14. Impressum


Der Begriff "Kinderfrau" ist im Gesetz noch nicht definiert, nicht geschützt und es gibt noch keine Berufsausbildung für diese Tätigkeit. Dennoch hat dieses Wort im deutschen Sprachraum eine eng umschriebene Bedeutung bekommen. Hauptgrund ist die deutsche Sozialgesetzgebung.

Üblicherweise arbeitet die Kinderfrau im Hause der Kindes-Eltern und ist weisungsabhängig. Die Weisungsabhängigkeit, bzw. das Dispositionsrecht macht diese Tätigkeit sozialversicherungspflichtig. Für die Sozialversicherungspflicht ist das bezahlte oder nicht bezahlte Entgelt nicht entscheidend. Auch die so genannte "Nachbarschaftshilfe", die Unterstützung durch eine Freundin oder "Verwandte" oder die "Selbständigkeit" greift bei dieser Untersuchung nicht.

Entsprechend ihrer typischen Tätigkeiten ist die Kinderfrau eine Tagespflegeperson nach dem Kinder-, Jugend- Hilfe-Gesetz (KJHG). Die Kinderfrau sollte die gleichen Qualifikationen wie die einer Tagesmutter aufweisen. Als Minimalanforderungen werden meistens gefordert:

     aktuelles polizeiliches Führungszeugnis ohne einschlägige Vorstarfen,
     aktuelle ärztliche Bescheinigung, dass die Kinderfrau für die Kinderta-
          gespflege geeignet ist,
     aktuelle Kenntnisse der ersten Hilfe am Kind (Kursbescheinigung),
     entsprechende pädagogische Kenntnisse (entweder einschlägige
          Berufsausbildung, z. B. Erzieherin, Pädagogin mit Kleinkindpädagogik
          o.ä. - oder ein Grund- oder Einführungskurs für Tagesmütter),
     fließender, sicherer und weitgehend fehlerfreier Umgang der deutschen
          Sprache.

In letzter Zeit fällt auf, dass viele Eltern fordern, dass die Kinderfrau eine absolute Nichtraucherin sein soll. Oft wohl, weil die Eltern selber überzeugte Nichtraucher sind. In jedem Fall hat die Kinderfrau als Erwachsene so oder so eine Vorbildfunktion für das jeweilige Kind. Deshalb sollte sich jede in der Erziehung tätige Person fragen, ob diese allseits sehr schädliche und dümmliche Charakterschwäche denn unbedingt so zwingend sein muss oder doch lieber eingestellt wird.

Eine aktuelle Haftpflichtversicherung für diese Tätigkeit kann im Ernstfall  Haftungsansprüche gegen die Kinderfrau ausgleichen und sie so vor dem perönlichen Ruin schützen. Sehr zu empfehlen!

Besonders geeignet sind also erfahrene Tagesmütter mit vorgenannten Voraussetzungen, die keine Tagespflegekinder mehr haben und die Aus-sichten auch nicht mehr so rosig sind.


Holen sich die Eltern eine Kinderfrau vom Markt, z. B. durch eine Anzeige oder lassen sich eine vermitteln, so wird in der Regel eine Vereinbarung zwischen den Eltern und der Kinderfrau getroffen. Die Eltern sind in diesem  Fall der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin. Damit übernehmen die Eltern eine Menge und teilweise nicht absehbare Pflichten.

Zunächst sind die Eltern verpflichtet, das Beschäftigungsverhältnis bei den zuständigen Sozialversicherungen anzumelden, umzumelden, abzumelden und jedes Jahr muss der Jahresverdienst gemeldet werden. Dies betrifft insbesondere die Anmeldung für die gesetzliche Krankenkasse, die gesetzliche Pflegekasse, die gesetzliche Rentenversicherung und die gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Aber auch die Berufsgenossenschaft darf nicht vergessen werden ! Denn diese gesetzliche Unfallversicherung ist auch eine gesetzliche Sozialversicherung, muss aber vom Arbeitgeber allein finanziert werden. Die Sozialversicherungen sind berechtigt (und verpflichtet) in den Räumen der Arbeitgeber eine RoutinePrüfung (meistens Buchprüfung) vorzunehmen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Prüfer entsprechend zu unterstützen.

Zu den finanzierbaren Kosten gehören folgende Positionen:

     Bruttolohn (mit der Beschäftigten im Arbeitsvertrag vereinbart)
     +  Arbeitgeber-Anteil zur gesetzlichen Krankenversicherung
     +  Arbeitgeber-Anteil zur gesetzlichen Pflegeversicherung
     +  Arbeitgeber-Anteil zur gesetzlichen Rentenversicherung
     +  Arbeitgeber-Anteil zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung
     +  ggf. Arbeitgeberversicherungen U1 und U2
     +  Berufsgenossenschaft (gesetzliche Unfallversicherung)
     +  Rückstellung für den Urlaubslohn
     +  ggf. Lohnfortzahlung bei krankheitsbedingter Fehlzeit
     +  ggf. Lohnfortzahlung bei Entbindung, Kindererziehungszeit etc.
     +  ggf. Steuerberater für die Lohnabrechnung und Lohnbuchhaltung

     Ist die Kinderfrau ausgefallen, weil sie ihren Erholungsurlaub oder ihre
     jährlich notwendige Fortbildung angetreten hat oder fehlt wegen
     Krankheit, so ist die ausgefallene Kinderfrau zwar weiterhin zu
     bezahlen. Das bringt sie aber erst mal nicht an den Arbeitsplatz zurück.
     Wenn sich die Eltern keine Störung in ihrem Erwerbsleben erlauben
     können, weil es die Geschäfte z. B. nicht zulassen, muss eine Ersatzfrau
     mit den gleichen Qualifikationen her - und zwar in der Regel ziemlich
     plötzlich ! Diese Ersatzfrau muss nicht nur gesucht und geprüft werden,
     sondern auch noch eingestellt, angemeldet und zusätzlich bezahlt werden.

     Für die "Betriebsprüfungen" des Finanzamtes und der Sozialversiche-
     rungen sollten Sie als Eltern vorbereitet sein, dass jemand von Ihnen
     zu Hause ist und die Prüfer bei ihren Untersuchungen unterstützt.

Schwierigkeiten, eine qualifizierte Kinderfrau zu finden, haben Eltern mit Sicherheit immer dann, wenn sie die Kinderfrau in ihrem Arbeitstag nicht voll auslasten. Denn wenn eine Kinderfrau bei den Eltern nur ein paar Stunden, z. B. 2 oder 3 Stunden an einem Arbeitsplatz ist - und das vielleicht auch nicht an jedem Tag während der Arbeitswoche - ist der Lohn für die Abdeckung des Lebensbedarfs dieser Dame nicht ausreichend. Sie muss noch zusätzlich eine andere Erwerbstätigkeit ausüben. Gibt es mehr als ein Beschäftigungsverhältnis, müssen alle übrigen Arbeitgeber voneinander wissen, damit sie die Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge richtig ermitteln und abführen können, ansonsten kann jede involvierte Person leicht in eine Straftat eingebunden werden.

Personalunterlagen müssen besonders sorgfältig geführt und aufbewahrt werden. Unsere Gesetze sehen bestimmte und enge Handelsrahmen und Aufbewahrungsfristen vor.

Wer all diese Zusatzbelastungen dadurch einfach vermeiden will, indem er das Beschäftigungsverhältnis nicht oder nicht rechtzeitig (sofort) anmeldet, begibt sich und alle involvierten Personen in erhebliche Gefahren. Denn seit 2006 sind die Fahnder der Bundespolizei (Zoll) und der Sozialversicherungen besonders in privaten Haushaltungen unterwegs. Leider bestätigt durch die vielen Fahndungserfolge. Diese Fahndungen werden nicht nur durch Hinweise allein ausgelöst. Auch die mittlerweile gut vernetzten Finanzämter geben manch logischen Hinweis. Die Folgen der "Schwarzarbeit" sind sehr schlimm. Das Risiko ist so extrem hoch, dass von solch einem Tun dringend abzuraten ist. Bitte denken Sie darüber nach, bevor Sie sich in diese extreme Gefahr begeben und wem Sie mit in das Unglück reißen würden ! !




Der TM-NW Service hat die Unterstützung bei der Beschaffung von Kinderfrauen eingestellt. Dieser Service könnte erst wieder von der zu gründenden Stiftung aufgenommen werden.




 
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