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Die Tagespflege Ihres Lieblings bei einer Tagesmutter des Tagesmütter-Netzwerkes-Service (nachfolgend: TM-NW-Service) ist sehr unterschied-lich, wird aber nach geleisteten Stunden abgerechnet. Gewöhnlich wird in der "Tagespflege-Vereinbarung" die Anzahl der zu leistenden Stunden und der Stundenbetrag beschrieben.

Wenn Sie davon ausgehen, dass die Tagesmutter selbständig tätig ist, bis zu drei fremde Kinder in Tagespflege nehmen kann und von den hier erar-beiteten Erträgen ihre Kosten, Versicherungen (Soz.Vers., Betriebshaft-pflicht-V., Unfall-V. etc.), Ausfallzeiten (Krankheit, Urlaub etc.) selbst und allein bezahlen muss und von dem Rest auch noch leben soll, ist leicht einsichtig, dass der Pflegesatz pro Kind und pro Stunde nicht unter fünf Euro pro Stunde und pro Kind zu haben ist. Wird der Betreuungsplatz von einem Kind nicht voll ausgefüllt und die Restzeit muss wegen der destrukti-ven Zählweise der Jugendämter unbesetzt bleiben, sind die festen Kosten zwar alle, vollständig und allein von der Tagesmutter zu tragen - ihr ent-sprechende Einkommen fällt aber total aus. Je weniger Zeit ein Kind bei dieser Tagesmutter in Tagespflege ist, um so höher ist auch der Stunden-satz und kann leicht sieben Euro oder mehr erreichen. Hinzu kommt, dass Ihr kleiner Spatz bei zu kurzen oder unregelmäßigen Betreuungszeiten bei einer anderen oder wechselnden Tagespflegeperson(en) sehr stark leidet.

Nach dem KJHG § 23 in Verbindung mit § 91 kann das Jugendamt ein beachtliches Pflegegeld bezahlen, welches den größten Aufwand für die Tagespflege von den Schultern der Eltern nehmen kann. Fragen Sie hierzu Ihre Tagesmutter oder schreiben Sie uns eine eMail, wenn Sie hier oder im Eltern-Forum nicht fündig werden.


Kann Ihr Schatz zu der Tagesmutter keinen Bezug herstellen, d.h. keine Beziehung aufbauen, weil die Zeit zu knapp ist oder zwischen den Betreu-ungstagen immer wieder Pausen eingeschoben sind, kann der Bezug zur Tagesmutter entweder überhaupt nicht oder nur sehr schwer aufgebaut werden, denn immer wieder geht der Bezug, die Gefühlsbasis des Kindes verloren, bzw. wird vergessen. Das Kind leidet sehr stark und kann einen bleibenden Schaden für das restliche Leben bekommen. Das kann bis zu sozialen Defekten kommen. Deshalb ist einerseits die Regelmäßigkeit wich-tig, andererseits aber auch eine tägliche Mindestdauer. Erfahrungsgemäß sollte die Dauer von täglich vier Stunden nicht unterschritten werden.



Bevor Sie sich zur Tagespflege bei einer Tagesmutter entschließen, sollten Sie die Tagesmutter zusammen mit Ihrem kleinen Liebling zu einer Zeit aufsuchen, wenn auch die Tagespflege für ihren kleinen Spatz stattfinden soll. Einigen Sie sich mit der Tagesmutter für die Tagespflege, so kann nun die Eingewöhnungsphase für Ihren kleinen Schatz bei dieser Tagesmutter beginnen. In der Eingewöhnungsphase muss die Mutter oder der Vater anfangs während der ganzen Anwesenheitszeit dabei sein. Hierbei werden gemeinsam verschiedene Spiele und Übungen gemacht, die Ihrem Sonnen-schein die vorübergehende Trennung erleichtern. Erst wenn Ihr kleiner Lieb-ling nicht mehr trauert oder weint, weil Sie nicht da sind, kann die Einge-wöhnugsphase beendet werden.




Wenn Eltern ihr Kind in Tagespflege geben müssen, um z.B. selbst erwerbs-tätig sein zu können und haben Sie als Eltern hierdurch Mehraufwendungen, so kann das Jugendamt oder die dafür zuständige Behörde auf Antrag und zu Ihrer Entlastung die Zahlung eines Pflegegeldes genehmgen (§ 23 +  § 91 KJHG). Wie hoch die Hilfe des Jugendamtes ist, hängt in erster Linie vom Einkommen der Eltern ab. Die zuständige Behörde kann aber erst dann ent-scheiden, wenn die Eltern einen Antrag gestellt haben und der Entwurf der Vereinbarung über die Tagespflege mit der Tagesmutter dem Amt vorliegt. Für jedes Kind ist ein separater Antrag notwendig. Ist die Vereinbarung zur Tagespflege bereits abgeschlossen (von Ihnen und der Tagesmutter unter-schrieben), so wird die Behörde nachträglich nicht mehr tätig sein müssen, weil die Entscheidung ja schon getroffen wurde und offensichtlich ohne Hilfe der Behörde durchführbar ist - ansonsten hätten Sie wohl nicht unterschrieben.

Wurde dem Antrag stattgegeben, wird die Entscheidung sowohl den Eltern, wie auch der Tagesmutter zugestellt. Das Pflegegeld wird in der Regel unter bestimmten Bedinungen der Tagesmutter vorschüssig zur Entlastung der Eltern per Banküberweisung ausbezahlt. Die Tagesmutter wird dann nur noch den restlichen Betrag von den Eltern jeweils per Monatsanfang abfor-dern. Gab es im vorhergehednen Monat unerwartete Leistungsänderungen, so werden diese in der folgenden Abrechnung berücksichtigt.



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(C) Werner Reinl 2004

 
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